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Sonstige Nachrichten - Freitag, den 17 Januar 2020

Fettleibigkeit bei Kindern hat in Europa epidemische Ausmaße angenommen

Für die Epidemie der Fettleibigkeit ist nicht nur die sitzende Lebensweise verantwortlich, sondern laut Ernährungswissenschaftlern kann Fettleibigkeit im Erwachsenenalter in fast ein Drittel der Fälle auf eine hohe Proteinaufnahme in den ersten 1000 Tagen zurückgeführt werden. Die ideale Ernährung des Babys ist Muttermilch und die beste Milchnahrung ist diejenige, die ähnliche Inhaltsstoffe wie Muttermilch hat. So kann in den ersten 1000 Tagen entschieden werden, ob jemand als Erwachsener eventuell fett wird oder nicht.

Laut dem deutschen Ernährungswissenschaftler Professor Dr. Berthold Koletzko kann man die Fettleibigkeit im Erwachsenenalter bei 30 Prozent der Fälle auf eine zu schnelle Gewichtszunahme im Kindesalter zurückführen. Laut der Studie des Programms EU Childhood Obesity (CHOP), die mehrere europäische Länder umfasst, erhöht die Aufnahme einer übermäßigen Menge vom Eiweiß, oder die Aufnahme des Eiweißes in der falschen Zusammensetzung das Risiko, dass ein Kind im Alter von 6 Jahren übergewichtig wird um 2,5-Fach. Die Ergebnisse der oben genannten Forschung haben eine wichtige und großartige Bedeutung, da Adipositas in Europa epidemische Ausmaße angenommen hat: Zurzeit sind rund 14 Millionen Kinder übergewichtig und 3 Millionen zwischen ihnen fettleibig.

Laut der Gesundheitsumfrage der OECD ist in Europa Ungarn, wo die meisten Übergewichtigen leben. 28 Prozent der Erwachsenen sind übergewichtig, aber auch unsere Kinder sind bereits von Fettleibigkeit bedroht: Jedes fünfte Kind zwischen 2 und 17 Jahren ist fettleibig oder übergewichtig. Die Fettleibigkeit erhöht das Risiko für schwere Krankheiten wie Diabetes oder ischämische Herzerkrankungen, und seine Rolle bei Krebs konkurriert mit dem Rauchen.

„Es reicht nicht, den aktiven Lebensstil zu fördern, die Prävention der Fettleibigkeit muss im Kindesalter begonnen werden. Deshalb sollten Mitarbeiter des Gesundheitswesens die stillenden Mütter für die Bedeutung einer frühen Eiweißzufuhr sensibilisieren “- sagt Dr. Dénes Molnár, Universitätsprofessor an der Klinik für Kinderheilkunde der Universität Pécs, Präsident der Gesellschaft der Ungarischen Kinderärzte und Leiter der ungarischen IDEFICS-Forschung. Die übermäßige oder unzureichende Eiweißaufnahme hat nach Ansicht der Experten einen erheblichen Einfluss auf die im Säuglingsalter gebildeten Fettzellen, da in den ersten 1000 Tagen die sogenannte metabolische Programmierung stattfindet und sich die Anzahl der Fettzellen entwickelt.

Darüber hinaus erhöht die übermäßige Proteinaufnahme die Insulinproduktion, die den Hunger erhöht und die auch zu einer unerwünschten Gewichtszunahme beiträgt.

QUELLE:

vital.hu

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