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- Dienstag, den 13 April 2021

Forschung auf Weltniveau - immer mehr Patente an der Universität Pécs

Unter den Berechtigten mit einem heimischen Sitz verfügte die Universität Pécs 2020 über die meisten in Ungarn gültigen Patente neben Pharmaunternehmen Richter und Egis - die Nachricht erschien in den letzten Tagen in der Zeitung Világgazdaság. Die Universität Pécs besitzt zurzeit 161 Patente unter denen 19 nationale und 142 internationale Patente. Die letzteren erstrecken sich weltweit auf 20 Länder. Unter anderen auf Australien, China, Japan, Spanien, Vereinigtes Königreich, Frankreich.

Die Universität Pécs legt seit den frühen 2000er Jahren großes Gewicht auf Suche, Schutz und Marktzutritt des an der Universität zustande kommenden geistigen Eigentums. Größtenteils werden darunter Erfindungen oder solche patentfähige geistige Schöpfung verstanden, deren Patentschutz von der Universität gesichert und gedeckt ist. Zur Deckung der Patentkosten wird ein Fond von PTE betrieben.

Die Universität Pécs erkannte unter den Ersten in der Reihe der heimischen Universitäten, dass es für eine bewusste Behandlung, Schutz ihrer Forschungs-, Entwicklungs- und Wissenskapazitäten und für Marktzutritts nötig ist, eine solche selbstständige Organisationseinheit zu gründen, die diese Aufgaben zielgerichtet erfüllen kann. Die Aufgabe von Technology Transfer Office der UP ist die effektive Verbindung der Wissensbasis der Universität zu den Innovationsprozessen damit die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, die Erfindungen der Industrie und der Gesellschaft als Innovationen mit wahrem Wert zugutekommen.

In Bezug auf die Nachricht teilte Professor Dr. Attila Felinger Vizerektor für Innovation der Universität Pécs mit, dass die Universität seit 2005 eine Regelung über Verwaltung geistigen Eigentums habe, die sogar für die Kollegen vorteilhaft sei, da die Kosten grundsätzlich von der Universität übernommen werden aber die Forscher können an den Einnahmen beteiligt werden. In den vergangenen Jahren eröffnete sich dabei die Möglichkeit, dass die Forscher der Universität durch innere Ausschreibungen sogar eine finanzielle Unterstützung in Höhe von sieben Millionen Forint für die Verwirklichung ihrer Ideen mit Marktchancen oder Firmeninteresse, gewinnen können. Das ist klar, dass es eine Erfolgsgeschichte ist, da wir zahlreiche Erfindungen haben, an die von der Seite der Industrie ernsthafte Interesse gezeigt wird.

Laut der Regelung über Verwaltung geistigen Eigentums wird der Schutz der vor Ort entstehenden Entwicklungsergebnisse von der Universität gewährleistet und sie trägt deren Kosten. In dem Fall, wenn das geistige Eigentum einen positiven Marktauftritt zeigt und Einnahmen erwirtschaftet so bekommt der Forscher, der Erfinder abzüglich der Verkaufskosten 70% des Betrages. 44 Prozent der Patente gehört zu den Naturwissenschaften, 35 Prozent der medizin- und pharmazeutischen Wissenschaften, 14 Prozent der technischen Wissenschaften und 7 Prozent den Sonstigen, wie zum Beispiel dem Weinbau. Außerdem gibt es weitere Formen der Patente des gewerblichen Rechtschutzes wie z.B. Sortenschutz, schutzfähiges Warenzeichen und Gebrauchspatent. Das Patent - daneben, dass es dem Inhaber ausschließliche Rechte auf die Nutzung, Verkauf oder für andere gewerbliche Nutzung gewährleistet - ist ein objektiver Indikator und Messmittel der weltweit neuen, auf erfinderischen Tätigkeit beruhenden wissenschaftlichen Ergebnisse.

Quelle:

PTE

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