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Sonstige Nachrichten - Montag, den 26 April 2021

Wissenschaft und Ausbildung mit smart Technologien - wodurch zeichnet sich das neue Learning Management-System der Medizinischen Fakultät der UP aus?

Das neue theoretische Gebäude der MF bietet die modernste Lern- und Ausbildungsumgebung der UP für ihre Studierenden und Dozent*innen. Das Wesentliche und auch das Hauptelement ist ein audiovisuelles System, dessen Fähigkeiten speziell, anhand der Besonderheiten der Ausbildung der medizinischen Fakultät von Experten zusammengestellt wurde. An der Verwirklichung nahm die Firma Interton Kft. teil, die eine der renommierten Firmen in diesem Bereich an dem ungarischen Markt ist. In unserem Bericht erfahren Sie, nach welchem Bedarf, aufgrund welcher Erfahrungen der technische Inhalt entstand und was die Dozent*innen und die Studierenden davon erwarten können.

 

Von Gábor Szabó

 

„Unsere Geschichte mit der MF begann in 2018“- erzählt Ferenc Koscsó, Expert von Interton Kft.   „Wegen Eigenart der Ausschreibungen muss man um 5-6 Jahre vorhersehen können, so ist es auch in diesem Fall passiert. Wir stellten die hiesigen technischen Anlagen anhand solcher Projekte zusammen, wie die umfassend streamingfähige Vorlesungsräume der Doktorandenschule der Ungarischen Nationalbank, die auch von uns erstellt worden waren.“

Verbindung zur Lehrplanentwicklung

„Ein der wesentlichsten Bestandteile ist die Archivierung und die Behandlung der Erreichbarkeit der archivierten Elemente. „Eine Archivierung ist nach den Erfahrungen so erfolgreich, wie ein Video und dessen Inhalt anhand der Metadaten zurückgesucht werden kann. Genauso wie in unserem erwähnten Projekt, geht es auch hier um ein System, das mit der sogenannten „speech to text” Konversion ergänzt werden kann. Zwar enthält die jetzige Konstruktion dies nicht, aber kann sie jederzeit hinzugefügt werden und mit deren Hilfe können die Vorlesungen leicht in Text umgesetzt werden. Im Rahmen des Projektes hatten wir die Aufgabe, ein ultra HD-System für die vier größten Räume aufzubauen, das ganz oder teilweise die zukünftigen Bedürfnisse bedienen kann - z.B. die damals noch nicht vorhersehbaren Bedürfnisse, die von der Pandemie vorgekommen sind.  „Durch die Ergänzung der derzeitigen Kommunikationslösungen, kann das System die Vorlesungen in Fernsehqualität aufzeichnen und mit Hilfe des Archivierungssystems können sie geforscht und durchgesucht werden.“ - sagte Ferenc Koscsó

„In den Vorlesungsräumen wird es möglich, mit sogenannten PTZ Kameras und mit vier Mobilkameras gleichzeitig aus vier Positionen, aus den zwei Vorlesungsräumen mit 96 Sitzplätzen und aus den zwei Vorlesungsräumen mit 336 Sitzplätzen, einen Stream zu erstellen, mit Unterschriften und Beiträgen in UHD/25p Qualität (3840x210 Pixel, 25p Bildwiederholung) sogar von Bildern mehrerer Kameras, Videoquellen, Kodieren, für Streaming-Servers weiterleiten und vor Ort für Archivierung aufzeichnen. Das innere Videoformat des Systems wird das sogenannte 6G SDI Format (dem UHD/25p Format entsprechend) aber wir erstellen dessen IP basierte sogenannte. NDI Version bzw. können wir sie benutzen. Teile des Systems werden zwei vollwertige Video Cutting Systeme mit lokalen 64 TB Speicherplätzen und ein Transcodingsystem mit 72 TB brutto Kapazität mit Archivierungs- und Konvertierungsmöglichkeit. Ein Bestandteil des Archivierungssystems ist auch ein innerer Webserver, der einen Zugang zu dem Import der Metadaten und Search einen Hintergrund für die berechtigten Users sichert. Für einen einfacheren Webzugang generieren wir automatisch aus den UHD Aufnahmen eine Variante mit kleinerer Bildauflösung (720p25) mit viel kleinerer Bitrate (3 MB/S) Wir liefern aber keinen Streaming Server, d.h. wir sichern keinen Zugang für die Außenwelt und in die Richtung des inneren Systems der Universität, dies muss durch das IT-System der Universität verwirklicht werden. Das beschriebene System erstellt aber die nötigen Streams gleichzeitig sogar in mehreren Formaten, mit Komprimierung und in Auflösung entsprechend dem aktuellen Bedarf.

„Das Streaming-System ist grundsätzlich Videoaufnahme-zentriert daneben kann es unterschiedliche Metadaten den Aufnahmen zuordnen: diese können natürliche Daten sein, die bei der Videoaufnahme entstehen, können von Kamera Interface, Steuerung oder Timing stammen bzw. ein Teil der Umsetzung ist ein Raumbuchungs- und Archivierungssystem, das z.B. aufgrund des Stundenplans bestimmte Informationen den Vorlesungen zuordnet.  Es können Links als äußere Datenquellen den Videos zugeordnet werden, dies ist absolut eine der Kernfähigkeiten solcher Lösungen. Dies können als Marker zu Bildern oder zu ganzen Videos hinzugefügt werden, so kann ein Link die Studierenden zu einer 3D Darstellung führen während sie das Video der Vorlesung sehen. Selbstverständlich ist diese Datei suchbar, und wenn es nötig ist kann an mehreren Stellen geschildert werden, so können wir zu ihr auf mehreren Wegen durch die Suchmaschine des Systems ankommen. Zu dem System gehören vier 4K Camcorders, die gleichzeitig ANG Aufzeichnungsets sind samt mit zwei Stück Belichtungssystemen mit hoher Kapazität. Weiterhin zwei Cutter- und Editing-Systeme (zwei iMac mit DaVinci Resolve Editor Programm) so sind die Voraussetzungen für kontinuierliche, eigene Programmproduktion gewährt“- sagt der Expert.

Ein sehr wichtiger Bestandteil des Archivierungssystems ist der Software-Paket, der dies alles bedient. Die Lizenzen ermöglichen die Eingabe der Metadaten von fünf verschiedenen entfernten Workstationen, dh. dass in der Praxis fünf Projekte nebeneinander laufen können sogar so, dass deren Bearbeitung nicht aus dem Archiv oder aus der Steuerung folgt. Weiterhin kommt noch eine Konversionsplattform dazu, die eine Verbesserung der alten oder schlechten Materialien (sogar VHS) mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglicht, um sie in UHD Umgebung bringen zu können. Dies kann noch mehrere Jahre lang eine Spitzentechnologie bedeuten und kann später in Richtung Entwicklungen oder spezieller Projekte erstreckt werden.

Was wird mit den alten Vorlesungsräumen?

Es stellt sich jeder zu Recht die Frage, wie wird dies alles die bestehende Learningmanegement-Umgebung betreffen? Werden wir gute und weniger gute Vorlesungsräume haben? Glücklicherweise überhaupt nicht, da die Leitung der Fakultät sich rechtzeitig entschied, dass parallel mit dem Aufbau des neuen Gebäudes, alle bestehenden Learning Management Kapazitäten an der Medizinischen Fakultät der UP auf gleichem Niveau entwickelt werden. Wie wir es von unserem audiovisuellen Experten János Hauer erfuhren, werden die Vorlesungsräume des alten theoretischen Gebäudes mit den gleichen Technologien ausgestattet - hoffentlich- innerhalb eines Jahres. Dies bedeutet, dass alle Bildungseinheiten über die gleichen technisch-hochentwickelten Ausstattung verfügen werden, unabhängig von dem Gebäude, wo die Vorlesungen stattfinden werden. Die Medizinische Fakultät widmet dieser Modernisierung etwa 800 Millionen Forint.

Die Technologie ist nur insoweit wirkungsvoll, wie wir aus ihr Nutzen ziehen können

Glücklicherweise wird damit kein Problem geben. Offensichtlich, was neu ist, muss erlernt werden. Dazu bietet die Firma, die die Anlagen installiert, auch eine Ausbildung an. In der ersten Runde für die Mitarbeiter der Abteilung für Technische Unterstützung des Studiums, danach für die Institute. Demnach wird die MF ohne Unterstützung bleiben, da der eingeladene Experte weiterhin bei dem Kennenlernen der neuen Möglichkeiten und deren Erlernen helfen werden. Das ist aber noch nicht alles, nämlich - wie das sich aus diesem Bericht teilweise herausstellte - dieses System bietet unvergleichbare Möglichkeiten für die Einbeziehung vor allem neuer, innovativer Technologien, die zur Steigerung des Lernerlebnisses beitragen. Nach den Plänen wird es möglich, interaktive 3D Inhalte, 3D Modelle, editierte oder Real-Time 3D bzw. annotierte, sogenannte Aufnahmen in DICOM-Format in die mittelbaren oder unmittelbaren Fernausbildungsprozesse einbeziehen und vieles mehr, wie z. B. den jetzt entwickelten digitalen Lernstoff auf leicht dursuchbarer Weise.

Ein von den Schwerpunkten der Strategie der MF „Pote Pillars“ ist die Entwicklung der Lernkultur (in engem Zusammenhang mit Well-Being und Gebauter Umgebung Konzepten), die mit einer Kombinierung der zukunftsorientierten Technologien und ergonomischer, menschenzentrierter Umgebung, die Ausbildungs- und Forschungsprozesse zu erlebniszentrierten, praktischen Prozessen, die dem 21. Jahrhundert entsprechen, formiert. Um das studentische Erlebnis steigern zu können wurde von der Fakultät auch eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eng mit solchen Projekten zusammenarbeitet, wie der digitale Lehrstoffs- und Inhaltsentwicklung gewidmete PotePedia. Das Ziel ist, dass die in-house entwickelten High-Tech Lösungen - wie 3D Realtime-Übertragung (M3DVision) der Operationsverfahren - sowie, von anderen angewandten hoch entwickelten Technologien (z.B. medizinischer Labor Robotik) zu suchen und diese mit den Möglichkeiten unserer erneuerbaren Ausbildungsumgebung zu kombinieren.

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